22.12.2008: St. Stefan im Lavanttal: Eineinhalb Meter tiefer Erdfall

In der Paildorfer Straße in St. Stefan im Lavanttal (Kärnten) kam es am 22. Dezember 2008 zu einem Erdfall. Im Bereich eines ehemaligen Untersuchungsstollens entstand ein etwa eineinhalb Meter tiefes Loch im Durchmesser von etwa 1,5 bis 2 Metern. Die GKB-Bergbau GmbH führt Sicherungsarbeiten durch.

Der Erdfall, der am 22. Dezember 2008 der GKB-Bergbau GmbH gemeldet wurde, entstand im Bereich des ehemaligen „Mundloches“ des so genannten „Viktor-Gesenkes“ („Kuchler Flöze“). Hier wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein Untersuchungsstollen errichtet, der nun zu diesem Ereignis führte. Der Erdfall fand in einem Bereich außerhalb der aufrechten Bergbauberechtigungen statt. Er steht nicht direkt mit der früheren Abbautätigkeit der Lakog in diesem Gebiet in Verbindung; weitere Ereignisse dieser Art sind also im näheren Umfeld nicht zu befürchten.

Im Bereich des so genannten „Viktor Gesenkes“ – südlich des Erdfalls (in Blickrichtung des Fotos) – wurde früher in einer Tiefe von etwa 200 m Kohle abgebaut. Die alten unterbauten Gebiete stellen heute aber keine Gefahr mehr dar.
Die GKB-Bergbau GmbH begann unmittelbar nach der Meldung des Ereignisses mit den Untersuchungen, am 23. Dezember kam unter anderem ein Bagger zum Einsatz. Die Erkundungen werden zeigen, ob weitere Maßnahmen erforderlich sind.

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