27.02.2009: „Barbara-Schacht“ und „Brauchart-Schacht“ im Gemeindegebiet Pöfling-Brunn gesichert!

Im Gemeindegebiet von Pöfling Brunn untersuchte und sicherte die „GKB-Bergbau GmbH" zwei ehemalige Schächte: den 23 Meter tiefen „Brauchart-Schacht“ und den 38 Meter tiefen „Barbara Schach" südlich des Gemeindeamtes.

 Der „Brauchart-Schacht wurde 1858 als Förderschacht abgeteuft und stand bis 1903 in Betrieb. Er befindet sich am westlichen Ortsende von Pölfing-Brunn, nördlich der Landesstraße. Der „Barbara-Schacht“ liegt etwa 350 Meter südlich des Gemeindeamtes von Pölfing-Brunn in Richtung „Weiße Sulm“.
Die beiden Schächte liegen in den ehemaligen Schachthäusern, die seit Einstellung des Förderbetriebes als Wohnhäuser genutzt werden und sich nun in Privatbesitz befinden.

Der „Barbara-Schacht“ befindet sich unzugänglich im Keller eines Wohnhauses. Alten Plänen zufolge hat er einen Querschnitt von ca. 4 x 1,5 m. Der Zustand des Schachtes und der Schachtmauerung waren zunächst unbekannt; man wusste auch nicht, ob der Schacht verfüllt ist oder nicht, und wenn ja, mit welchem Material.
Mittels Schrägbohrungen, durchgeführt von der VA-Erzberg, wurden der Schacht sowie die abzweigenden Strecken in einer Teufe von etwa 28 m erkundet. Dabei stellte sich heraus, dass die Schachtsäule zwar mit Lockermaterial verfüllt ist, dass aber außerhalb der Schachtmauerung bereits ein Hohlraum von 5 m hochgebrochen ist. Die abgehenden Strecken an der Schachtsohle standen größtenteils wassergefüllt offen.
Auf Grund dieser Untersuchungen wurden die offenen Strecken sowie der Hochbruch außerhalb des Schachtes mit etwa 150 m³ Stollen-SSM dauerhaft standfest und erosionssicher verfüllt und auch die lose verstürzte Schachtfüllsäule verpresst.

Die Arbeiten am Barbara-Schacht erfolgten von November bis Jänner 2008/09.
Es kann davon ausgegangen werden, dass mit den getroffenen Maßnahmen ein Auslaufen und Einstürzen der Schachtfüllsäule dauerhaft verhindert wurde und der Bereich als gesichert angesehen werden kann.

Der im Jahr 1858 als Wetter- und Haspelschacht geteufte „Brauchart-Schacht“ war ursprünglich lediglich mit einem kleinen, hölzernen Ventilatorhaus überbaut. Erst später wurde er für die „Maschinenförderung“ geweitet und mit dem Schachthaus annähernd in der Form umbaut, wie man es heute noch sehen kann.
Der Schachtquerschnitt beträgt laut alten Plänen etwa 3,2 x 2,5 m, die Tiefe ca. 23 m.

Auch dieser Schacht und die abzweigenden Strecken in unterschiedlichen Teufen wurden mittels Schrägbohrungen durch die VA-Erzberg erkundet. Und auch in diesem Fall stellte sich heraus, dass die Schachtsäule zwar mit Lockermaterial verfüllt ist, die vom Schacht abgehenden Strecken aber größtenteils wassergefüllt offen stehen. 
Südlich des „Brauchart-Schachtes“, ausgehend vom Bereich einer heutigen Hauszufahrt, führte ein mit ca. 20° einfallendes „Gesenke“ in die Nähe des Schachtfußes. Auch dieses stand gegen die Tiefe hin unverfüllt offen.

Die offenen Strecken, sowie das nicht verstürzte Gesenke wurden daher mit etwa 166 m³ Stollen-SSM dauerhaft standfest und erosionssicher verfüllt.
Mit der stabilisierten Verfüllung der vom Schacht abgehenden Strecken ist auch die Schachtfüllsäule vor dem Auslaufen in offene Grubenräume gesichert.
Mit den Arbeiten wurde im November 2008 begonnen; im Februar 2009 konnten sie abgeschlossen werden.
Nun werden noch Kontrollbohrungen durchgeführt, mit denen die vollständige Verfüllung der beiden Schachtbereiche „Barbara“ und „Brauchart“ bestätigt werden kann.

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    Im Keller dieses Wohnhauses befindet sich der Barbara-Schacht.
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    Arbeiten am ehemaligen Brauchart-Schacht.
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