Karlschacht II: Auf Kohle folgt Sonne

Auf dem ehemaligen Bergbau-Gelände „Karlschacht II“ soll der größte Photovoltaik-Park Österreichs entstehen. Auf einer Fläche von über 20 Hektar kann für mehr als 5000 Haushalte „grüner Strom“ produziert werden.

Photovoltaikpark

Die GKB-Bergbau GmbH als Grundstücks-Eigentümerin steht dem Photovoltaik-Projekt der „Energie Steiermark AG“ sehr aufgeschlossen gegenüber. „Wir können uns keine sinnvollere Nutzung des Grundstücks wünschen und freuen uns über die entsprechenden Pläne“, sagt GKB-Geschäftsführer Helmuth Landsmann.

Entsprechend erhielt die Energie Steiermark von der GKB-Bergbau GmbH eine 2-Jahres-Option für ihr Bauvorhaben. Sofern mit den rechtlichen Genehmigungen alles wie vorgesehen klappt, können die ehemaligen Bergbauflächen für die neue Nutzung langfristig gemietet werden. 

In einer naturschutzfachlichen Vorbeurteilung wurde das Projektgebiet bereits als gut geeignet eingestuft, da es ein nur „geringes Konfliktpotential“ aufweise. Es liege in keinem Schutzgebiet und es konnten auch keine schützenswerten Biotope dokumentiert werden.

Auf die Anrainer und Verkehrsteilnehmer will die „Energie Steiermark AG” schon in der Planung Rücksicht nehmen. Die Kollektoren sollen mit einem speziellen Solarglas ausgestattet und so angeordnet werden, dass die Anlage „de facto blendfrei“ arbeitet.

Der 20 Hektar große Photovoltaik-Park soll eine Leistung von 16 MW haben. Das entspricht einer Produktion von etwa 18 Millionen Kilowattstunden Ökostrom jährlich. Damit könnten laut „Energie Steiermark AG“ pro Jahr „CO2-Emissionen von mehr als von 13 Millionen Kilogramm eingespart werden“.

Die neue Solarstrom-Anlage würde nur 600 Meter entfernt vom früheren ÖDK-Kohle-Kraftwerk errichtet werden, das 2015 gesprengt wurde. Hier wurde über viele Jahre die Kohle der GKB-Bergbau GmbH in Strom verwandelt. Auf den Energieträger Kohle könnte nun die Energiegewinnung aus der Sonne folgen.

Werner Huemer