01.04.2015: Bergwerksberechtigung im Revier Voitsberg-Köflach aufgelassen

Für das Grubenfeld „St. Johann-Nepomuk-Schacht“ und das damit verbundene Bergbaugebiet im Revier Voitsberg-Köflach wurde kürzlich die Bergwerksberechtigung aufgelassen. 

Lesen Sie hier die Geschichte der bergbaulichen Aktivitäten in diesem Bereich.

  • St. Johann-Nepomuk-Schacht“
    Grubenfeld „St. Johann-Nepomuk-Schacht“


Das Grubenfeld St. Johann-Nepomuk-Schacht, bestehend aus einem Doppelmaß und einer Überschar, liegt östlich des Zentrums der Stadt Voitsberg in den Katastralgemeinden Voitsberg Stadt und Voitsberg Vorstadt und weist ein Ausmaß von etwa 10 Hektar Fläche auf.

Das Grubenfeld wurde 1856 von der k. u. k. Berghauptmannschaft Leoben, der damals zuständigen Bergbehörde, an Herrn Franz Kügerl verliehen.

Nach den der GKB-Bergbau GmbH zur Verfügung stehenden Unterlagen wurde bis 1873 tagbaumäßig abgebaut, wobei jedoch nur ein kleiner Bereich im nordöstlichen Teil des Grubenfeldes ausgekohlt wurde.

Aufgrund von Prospektionsbohrungen, die in den Jahren 1986 und 1987 im Zuge einer Projektierung zum Abbau des sogenannten „Margarethenpfeilers“, einem Restpfeiler des Zangtaler Oberflözes, abgeteuft wurden, kann eine sehr gute Darstellung der Untergrundsituation gegeben werden.

Der angesprochene Bereich liegt im Ausbissbereich des Zangtaler Oberflözes, wobei das Flöz in geringer Teufe (etwa 7 m) mit Mächtigkeiten zwischen 6 m und 10 m lagert. Das Kohlevermögen des Pfeilers beträgt 174.000 Tonnen bei einer Abraummenge von 505.000 m³. Der Abbau des Restpfeilers wurde jedoch aus Kostengründen nicht durchgeführt.

Mit Bescheid BMWFW-67.050/0138-III/10/2014 vom 24. Februar 2015 des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft wurde das Grubenfeld St. Johann-Nepomuk-Schacht, (Bergbuch EZ 47, „Braunkohlenbergbau in Tregist“) für erloschen erklärt und die betroffenen Bergbaugebiete aufgelassen.

Markus Tröger