01.02.2015: Sicherungsarbeiten im Bergbau „Schönegg“ abgeschlossen

Im ehemaligen Bergbau Schönegg (Bergbaugebiet Wies-Eibiswald) konnte das Sicherungsprojekt „Kopreinigstraße L 668“ erfolgreich abgeschlossen werden. Für das gesamte Sicherungsprojekt wurden 13 Bohrungen mit insgesamt 229 Bohrmetern abgeteuft.

61 Kubikmeter wurden lage- und erosionsbeständig verfüllt.


  • Schoenegg Plan
    Der Kartenausschnitt zeigt den Sicherungsbereich.
  • Schoenegg 4
    Bohrarbeiten für das Sicherungsprojekt.
  • Schoenegg 5
    Verfüllungsarbeiten mit Laserüberwachung.
  • Schoenegg 6
    Das Füllmaterial „Stollen SSM“ quillt über den Ringraum.


Die Arbeiten an dem Sicherungsprojekt „Kopreinigstraße“ wurden großteils im September 2014 durchgeführt. Das Projekt folgte der in einem Gutachten („Hollmann 2006“) festgelegten Risikoeinstufung.

Die Kopreinigstraße L668 liegt im südöstlichen Bereich des ehemaligen Wies- Eibiswalder Bergbaugebietes in den Gemeinden Pölfing Brunn und Sulmeck-Greith und stellt eine Verbindung der St.-Ulrich-Straße (L 654) mit der nördlich gelegenen Pölfing-Brunner-Straße (L 605) her. Im Bereich zwischen Kilometer 1,70 und Kilometer 1,96  wird sie von Strecken und Abbauen des ehemaligen Bergbaues Schönegg unterfahren.

Die bergbaulichen Tätigkeiten erstreckten sich hier mit Unterbrechungen über mehrere Jahrzehnte. Sie führten bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück und endeten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das nur 0,5 bis 0,8 Meter mächtige Flöz in diesem Bereich wurde durch mehrere Stollen (Alt Mariastollen, Mariastollen und Ludwigstollen) erschlossen. Abgebaut wurde in den Grubenfeldern St. Marien und Ludwigstollen.

Um Gefährdungen auszuschließen und als Vorbereitungsmaßnahme für die Löschung der Bergbauberechtigungen wurden die Kopreinigstraße in den betroffenen Abschnitten mittels Bohrungen untersucht und offenstehende Hohlräume und Auflockerungsbereiche lage- und erosionsbeständig verfüllt und verpresst.

Während der Erkundungs- und Sicherungsarbeiten musste der Straßenabschnitt gesperrt werden. Alle Arbeiten wurden im Einvernehmen mit der Baubezirksleitung Südweststeiermark, der Gemeinde und den Grundeigentümern durchgeführt.

Mit den Erkundungs- und Sicherungsarbeiten wurde die Voraussetzung für die Löschung der aufrechten Bergwerksberechtigungen getroffen.

August Huber