10.12.2010: Sicherungsprojekt St. Stefan läuft plangemäß

Im Großraum St. Stefan (Lavanttal) führt die GKB-Bergbau GmbH Sicherungsarbeiten im Bereich alter Bergwerksstollen durch. Bis zum Jahr 2012 werden hier alte Bergwerksstollen verfüllt, um Gefährdungen für die Zukunft auszuschließen.

Die GKB-Bergbau GmbH bekam 1998 von der ÖIAG die Betreuung des Altbergbaues im Lavanttal übertragen. In der Folge wurde mit der Sichtung des alten Kartenmaterials begonnen, dieses wurde mit den tatsächlichen Gegebenheiten abgeglichen, und es wurde ein Konzept für die notwendigen Arbeiten zur nachhaltigen Gewährleistung der Sicherheit der Oberflächennutzung in diesem Gebiet erstellt. Im Zuge der Vorarbeiten wurden die ehemaligen Schachtansatzpunkte sowie seichte Grubenbaue nach einem genauen System der Reihe nach abgearbeitet. Dabei konnte ab 2003 das Gefahrenpotential durch dauerhafte Stabilisierung und andere Sicherungsmaßnahmen in sensiblen Bereichen signifikant verringert werden.

Die Untersuchung und Verfüllung der meist wassergefüllten Hohlräume, die durch die frühere Bergbautätigkeit entstanden sind, erfolgt über Bohrungen, wobei der Aufwand dafür erheblich sein kann, wenn die Lage dieser Hohlräume nicht genau bekannt ist. Die offen stehenden Strecken werden dann mit sogenanntem „Stollen-SSM“ – ein betonähnliches Material – aufgefüllt. Um ein unkontrolliertes Abwandern von „Stollen-SSM“ in benachbarte Grubenbaue zu verhindern, wird der zu sichernde Bereich mit „Dichtstoppeln“ (durch das Einpumpen von steif gemischtem Füllmaterial) abgegrenzt.

Diese Maßnahmen gewährleisten eine dauerhafte, erosionsbeständige Verfüllung der Hohlräume, so dass es an der Oberfläche nicht zu Einbrüchen kommen kann.

Seit 2003 wurden im Bereich des ehemaligen Bergbaues im Lavanttal über 8000 Bohrmeter hergestellt und mehr als 11.000 Kubikmeter Verfüllmaterial plangemäß und nachweisgesichert eingebracht. Aktuell wird unter anderem ein Bergbauabschnitt südlich der Wolfsberger Eventhalle an der Grenze zum Gemeindegebiet St. Andrä untersucht.
Die Verfüllungsarbeiten werden in diesem Bereich noch bis zum Jahr 2012 dauern.

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    Diese Skizze zeigt das Schema der Verfüllarbeiten.
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    Zum geologischen Aufschluss, sowie zum Nachweis des Verfüllungserfolges wurden vier Kernbohrungen mit 25 bis 40 m „geteuft“.
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    Während des Einbringens des Füllmateriales mittels Beton-Pumpwagen wurde das verdrängte Grubenwasser über Entlastungsbohrungen nach oben gedrückt.
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    Die beiden Bilder zeigen das Beispiel zur Verfüllung einer die Landesstraße in etwa 30 m Tiefe unterfahrenden, offenen Strecke: Die Strecke ist beiderseits der Straße durch verrohrte Bohrungen aufgeschlossen. Während auf der einen Seite der Straße Stollen-SSM eingepumpt wird, entweicht das verdrängte Stollenwasser durch das Bohrloch auf der anderen Seite (Foto links). Es ist als sicherer Nachweis einer vollständigen Verfüllung anzusehen, wenn zum Schluß nach dem Wasser, das auf der anderes Straßenseite eingepumpte Füllmaterial aus 30 m Tiefe wieder hochgedrückt wird. (Foto 5).
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